
Dry January, World Vegan Month, Go Topless Day, Stoptober … warum nicht noffember, anderweitig auch als Offline November beschrieben?
Für mich ist der Noffember eine gute Gelegenheit, mal etwas Abstand vom Smartphone zu nehmen. Obwohl ich glaube, recht verantworlicht mit dem Ding umzugehen, muss ich mir eingestehen: Sobald eine kleine Lebenspause eintritt, gerade kein Gespräch stattfindet, ich irgendwo warten muss, aber manchmal auch auf der Treppe (gefährlich!) greife ich in die Tasche. Schau meine Komm-Kanäle durch, lese einen Tages-Anzeiger-Artikel, checke das Wetter. Auch wenn ich nichts mit TikTok habe und nur ganz wenig mit Insta, die Zeit vergeht auch so.
Natürlich ist das Handy super nützlich beim Einkauf, bei Recherchen, für KI-Fragen. Oft ist es sogar unersetztlich, wenn ein Login nur noch über den Authenticator möglich ist, oder die Kreditkarte eine Sicherheitsbestätigung verlangt. Aber so schnell gleite ich manchmal vom praktischen ins unterhaltsame, gerade in den Moment unnötige oder überhaupt nutzlose. Und schon sind wieder Minuten, Stunden vorbei. Unwiederbringlich, und möglicherweise das Gerhin mit Schrott gefüllt.
Darum … man kann solche Mottmonate abgedroschen finden, fair enough. Mir hilfst gerade ein wenig, glaube ich, und im besten Fall ist es vielleicht Nachhaltig.
Wie setze ich das um?
Offline November setzt auf totale Handy-Abstinenz: Einen Monat lang nur ein Dumbphone benutzen. Erscheint mir unrealistisch, aber das nehme ich mir vor:
- Ich benutze das Phone nur, wenn nötig oder wenn es mir den Alltag merklich erleichtert, z.B. Einkaufsliste, Sicherheitschecks, Bank-Login, und natürlich zum Telefonieren
- Alles, was geht, mach ich am PC statt am Phone: Recherchen, Messengers, Online-Zeitung usw. Das führt dazu, dass ich nur sporadisch schreibe und reagiere.
- News-Konsum reduziere ich auf keine bis wenige Minuten pro Tag. Ausgenommen sind Hintergrundartikel zu relevanten Themen.
- Ich schreibe Karten und Briefe! Mal schauen, ob ebenfalls analo etwas zurück kommt.
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